Motion-Stilkatalog21 Looks · 15 Kamerafahrten · Prompt-Begriffe für Claude
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Was mit Three.js in Motion Graphics geht

Materialien (PBR)

  • Metall: metalness 1, roughness klein, lebt von der Environment-Map
  • Glas: transmission, thickness, ior
  • Lack und Autolack: clearcoat
  • Stoff, Samt, Knete: sheen
  • Seifenblase, Perlmutt: iridescence
  • Leuchten: emissive plus Bloom

Eigene Shader (GLSL)

  • Fresnel: Kanten leuchten (Hologramm, Röntgen, Atmosphäre)
  • Noise-Displacement: Formen wabern, Wasser, flüssiges Metall
  • Dissolve: Objekt löst sich mit glühendem Rand auf (nicht in der Demo)
  • Raymarching / SDF: verschmelzende Metaballs, unendliche Fraktale (nicht in der Demo)
  • Shader-Hintergründe: Aurora, Gradient-Mesh, Wellen

Geometrie umbauen

  • Partikel: MeshSurfaceSampler, Morphing zwischen zwei Formen
  • Voxel: Oberfläche auf ein Würfelraster runden
  • Wireframe, Kanten: EdgesGeometry, WireframeGeometry
  • Instancing: zehntausende Objekte ohne Leistungsverlust (Schwärme, Datenpunkte)
  • Morph Targets: Form A fließt in Form B
  • Extrusion: aus Umrissen (SVG, Logo, Schrift) werden 3D-Körper

Post-Processing

  • Bloom, Afterimage, Glitch, RGB-Shift, Filmkorn, Vignette
  • Halftone, Pixelate, ASCII, Dot-Screen
  • Tiefenunschärfe (BokehPass), Tilt-Shift
  • Outline, Ambient Occlusion (GTAOPass), Spiegelungen (SSRPass)
  • Farblooks per LUTPass

Bewegung und Timing

  • Easing: easeOutBack, Bounce, Elastic statt linear
  • Stagger: Teile versetzt starten lassen
  • Keyframes: GSAP-Timeline für längere Abläufe
  • Scroll-Animation: Szene folgt dem Scrollen (ScrollTrigger)
  • Physik: fallen, stapeln, kollidieren (Rapier, cannon-es)
  • Audio-reaktiv: Web-Audio-Analyser steuert Größe, Farbe, Bloom

Kamerafahrten: Begriffe für den Prompt

Alle Fahrten aus dem Katalog lassen sich unter „Kamera & Timing“ abspielen. Am genauesten wird der Prompt, wenn Begriff, Dauer, Start- und Endpunkt und das Easing drinstehen, z. B. „Dolly-In in 6 s von 170 % auf 70 % Abstand, easeInOutCubic“.

  • Orbit Shot: Kreisfahrt um das Objekt. Arc Shot heißt ein Teilbogen, z. B. 90° oder 270°.
  • Dolly-In / Push-In und Dolly-Out / Pull-Out: geradlinig vor und zurück. Ein Zoom ändert dagegen nur die Brennweite (fov), die Perspektive bleibt.
  • Truck (seitlich), Pedestal (senkrecht hoch/runter), Crane / Boom (Bogen nach oben): Fahrten auf festen Achsen.
  • Pan (schwenken links/rechts), Tilt (nicken), Roll / Dutch Angle (kippen um die Blickachse): Kamera dreht sich, bleibt aber am Platz.
  • Dolly Zoom / Vertigo: zurückfahren und gleichzeitig hineinzoomen.
  • Fly-through: Flug auf einer Kurve (CatmullRomCurve3), auch durch Türen, Tunnel oder Objekte hindurch; mit Barrel Roll dreht sich das Bild dabei um 360°.
  • Tracking Shot / Follow Cam: Kamera folgt einem bewegten Objekt, meist mit Verzögerung (damped follow).
  • Top-down / Bird's-Eye, Worm's-Eye (Froschperspektive), Hero Shot (leicht von unten, wirkt mächtig).
  • Rack Focus: Schärfe wandert per BokehPass; Shallow Depth of Field für den Miniatur- oder Produktlook.
  • Snap Zoom / Crash Zoom und Whip Pan (Reißschwenk mit Bewegungsunschärfe) als schnelle Übergänge.
  • Bullet Time / Frozen Moment: Zeit fast angehalten, Kamera fährt einen Bogen; kombiniert mit Exploded View schweben die Einzelteile.
  • Handheld Shake: leichtes Wackeln aus Noise, dokumentarischer Look. Camera Shake kurz und kräftig bei Einschlägen oder Bass-Kicks.
  • Orthografische Kamera: isometrische Infografik ohne Perspektive.

Übergänge

  • Hard Cut, Crossfade, Dip to Black (über Schwarz)
  • Wipe, Iris (Kreis auf/zu), Slide / Push
  • Noise Dissolve, Pixelate, Glitch Transition
  • Zoom Transition, Whip Pan Transition
  • Match Cut / Morph: Form A wird zu Form B, etwa per Partikel-Morphing
  • Technik: zwei Szenen in Render-Targets rendern und per ShaderPass mischen

Formate

  • 16:9 (1920 × 1080): Präsentation, YouTube, digitale Tafel
  • 9:16 (1080 × 1920): Reels, TikTok, Shorts
  • 1:1 (1080 × 1080) und 4:5 (1080 × 1350): Instagram-Feed
  • Im Prompt Auflösung und Bildrate nennen, z. B. „1080 × 1920, 30 fps, 8 s nahtloser Loop“
  • Safe Area: Text bei Hochformat nicht in die oberen und unteren 15 %, dort liegen die App-Bedienelemente

Ton und Musik: Bibliotheken und Begriffe

Alle Browser-Bibliotheken bauen auf der Web Audio API auf. Sie unterscheiden sich darin, wie bequem man damit Musik, Effekte oder Analyse baut. Im Katalog spielt Tone.js alle Beispiele; die übrigen nennst du im Prompt, wenn ihr Einsatzzweck passt.

  • Web Audio API (ohne Bibliothek): Oszillatoren, Filter, Hüllkurven, Hall. Gut für kurze UI-Klicks und einzelne Effekte. Prompt: Sounds direkt mit der Web Audio API synthetisieren, ohne Bibliothek
  • Tone.js (im Katalog eingebaut): Synthesizer, Sampler, Effekte und ein Transport mit Tempo, Takt und Swing. Erste Wahl, wenn Bild und Musik synchron laufen sollen. Prompt: Tone.js mit Transport, Tone.Loop/Tone.Sequence, PolySynth, Reverb
  • ZzFX / ZzFXM: unter 1 KB, Spielgeräusche und kleine Chiptune-Songs aus einer Zahlenreihe. Prompt: ZzFX für Sound-Effekte (Sprung, Münze, Treffer)
  • jsfxr: Generator für 8-Bit-Effekte mit Presets wie pickupCoin, laserShoot, explosion. Prompt: jsfxr-Presets für Retro-Effekte
  • Strudel: Live-Coding nach TidalCycles im Browser, Rhythmen als Muster wie "bd sd [~ bd] sd". Gut für den Informatikunterricht. Prompt: Strudel-Pattern für Beat und Bass
  • Soundfonts (smplr, WebAudioFont): echte Instrumente wie Klavier, Streicher, Posaune als Samples. Die Datei wird dann mehrere MB groß. Prompt: smplr mit Soundfont „acoustic_grand_piano“, Samples lokal
  • Howler.js: spielt fertige Audiodateien zuverlässig ab (Sprites, Loops, Lautstärke), synthetisiert nichts. Prompt: Howler.js für Hintergrundmusik aus musik.mp3
  • Meyda: Audioanalyse mit benannten Merkmalen wie energy, rms, spectralCentroid (hell/dunkel), chroma (Tonhöhen). Feiner als der reine AnalyserNode, den der Katalog für die Bassenergie nutzt. Prompt: audioreaktiv mit Meyda: energy steuert Größe, spectralCentroid die Farbe
  • Three.js PositionalAudio: Raumklang, die Quelle hängt an einem 3D-Objekt und wird mit Abstand leiser. Prompt: PositionalAudio am Auto, Doppler-artiger Vorbeifahrt-Effekt
  • Vibration API: navigator.vibrate() lässt Handys mitvibrieren. Funktioniert unter Android in Chrome und Firefox, auf iPhones nicht.

Außerhalb des Browsers: Sonic Pi (Musik als Ruby-Code, verbreitet in Schulen), SuperCollider, Csound oder Python mit numpy, das WAV-Dateien rechnet.

So formulierst du den Auftrag an Claude

Ein guter Prompt nennt fünf Dinge: Motiv (was zu sehen ist, mit echten Daten), Stilbegriff (der englische Fachbegriff aus der Karte trifft am genauesten), Bewegung (Intro, Loop, Kamera), Format (16:9 für Präsentationen, 1080 × 1920 für Reels und TikTok) und Einschränkungen wie „eine HTML-Datei, Three.js lokal, kein CDN“.

Für Videos: canvas.captureStream() mit MediaRecorder nimmt direkt im Browser als WebM auf, so wie der Video-Knopf oben. Für exakte Bildraten eignet sich eine Bild-für-Bild-Aufnahme (z. B. CCapture.js).